Marinekameradschaft Horumersiel

 

 

 

 

 

 

     Großer Kreuzer (Panzerkreuzer)

                                                                                                                                                                                                 

 

Bauwerft Blohm & Voss Hamburg

Kiellegung April 1903

Stapellauf 14. Mai 1904

Taufrede Generaloberst von Hahnke

Taufakt Gräfin YORCK von Wartenburg

 

Erste Indienststellung 21.November 1905        

Yorck gehört zur ROON - Klasse

 

Technische Daten Quer- und Längsspant- Stahlbau. Krupp-Panzerung                       

Wasserverdrängung 10.266 t

Länge über alles 127.8m Breite 20.2m

Tiefgang vorne 7.76m Tiefgang hinten 7.73m

1 dreiflügelige Schraube mit 4,5m Durchmesser

2 vierflügelige Schrauben mit 4.8m Durchmesser

1 Rudermaschine

3 stehende 3 zyl. 3 fach Expansionsmaschinen 16 Dürr- Kessel

von der Düsseldorf - Ratinger - Röhrenkesselfabrik,

 4 Turbinen-Dynamos

Maschinenleistung 20.031 Psi

Höchstgeschwindigkeit 21.4 SM

maximaler Kohlevorrat 1570 Tonnen und 207 cbm Öl

Bei größtem Treibstoffvorrat konnte das Schiff bei einer

Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 Knoten 4200 Seemeilen durchlaufen

ohne erneut bunkern zu müssen

 

Hauptbewaffnung 4 mal 21 cm /L40 Schnellfeuerkanonen

10 mal 15 cm /L40 Schnellfeuerkanonen

14 mal 14 cm /L35 Schnellfeuerkanonen

zeitweise 4 Maschinenkanonen

4 mal 45 cm Torpoedorohre

 

Einsatz

 

1905 Indieststellung am 21. November dannach Erprobung

1906 am 27. März kam der Kreuzer zur aktiven Schlachtflotte und

übernahm am 02.04.1906

von dem Großer Kreuzer " Friedrich Carl" den Dienst als Flaggschiff

des Befehlshabers der Aufklärungsschiffe

 

1913-1914 Reserve ( I. Bereitschaft )

 

1914 mit Kriegsausbruch wurde "Yorck" wieder aktiviert und bildete

mit " ROON " " Prinz Eugen "

und "Prinz Heinrich" die III Aufklärungsstaffel der Hochseeflotte.

Zunächst Ausbildung, dann Einsatz in der Nordsee. "Yorck" wurde

Ende September in die Ostsee abgestellt,

um mit dem III. und IV. Geschwader, sowie dem Großen Kreuzer

"Blücher" einen Vorstoß in die

östliche Ostsee zu machen, eine Unternehmung, die jedoch nicht durchgeführt wurde.

"Yorck" wurde wieder in die Nordsee entlassen und lief von einer

Unternehmung zur englischen Ostküste

zurückkehrend am 04.11.1914 bei dichtem Nebel in die Außenjade ein.

Hierbei lief der Kreuzer infolge Stromversetzung auf die eigenen

Minensperren und sank nach 2 Minentreffern,

336 Besatzungsangehörige fanden den Tod. Der Verlust der " Yorck"

war der erste größere Totalverlust

der Kaiserlichen Marine im Weltkrieg. Der Kommandant,

Kapitän zu See Pieper mußte sich vor einem

Kriegsgericht verantworten.

Der Jadelotse hatte für das Einlaufen in Wilhelmshaven die Verantwortung abgelehnt.

Kapitän zur See Pieper jedoch, weil er paratyphus- verdächtiges

Wasser an Bord hatte, hatte das

Einlaufen auf seine Verantwortung übernommen. Auf Grund dieser

Tatsache fiel die Verurteilung

milde aus. Er wurde später noch Konteradmiral, erhielt aber kein

Schiffskommando mehr.

Als Artelleriespezialist wurde er in die Türkei kommandiert, wo er sich

bei der Verteidigung

der Dardanellen auszeichnete.